Baukran mieten: Kosten 2026 – Preise pro Monat, Montage und Nebenkosten

Kurzantwort: Ein Baukran (Turmdrehkran) kostet in Deutschland zwischen 2.500 und 25.000 € Miete pro Monat, je nach Größe und Bauform. Für den Hausbau reicht meist ein kompakter Schnellbaukran für 2.500–4.500 € pro Monat. Dazu kommen einmalige Kosten: Transport 500–2.000 €, Montage und Demontage 3.000–8.000 €, beim Obendreher zusätzlich ein Fundament für 1.000–3.000 €. Ein komplettes Einfamilienhaus-Projekt mit Schnellbaukran über vier Monate liegt damit bei rund 13.500 bis 28.000 €. Stand: Juli 2026.

In der Suchnachfrage rund um die Kranmiete steht der Baukran für rund 17 Prozent, hinter Autokran (34 Prozent) und Minikran (19 Prozent). Basis: eigene Auswertung von über 117.000 Suchanfragen, 2. Quartal 2026.

Kompakter Schnellbaukran (Untendreher) auf Abstützplatten hebt eine Palette Ziegel über den Rohbau eines Einfamilienhauses mit Gerüst, Dorfrand in Deutschland
Der Standard-Fall am Einfamilienhaus: Selbstaufsteller ohne Betonfundament, Ballast auf Platten (KI-generierte Darstellung).

Baukran-Mietpreise 2026 nach Kranklasse

Nach Größe gestaffelt kostet ein Baukran als Schnellbaukran 2.500–4.500 € pro Monat, als Standard-Obendreher 4.000–7.500 €, in der Mittelklasse 7.500–14.000 € und als Großobendreher 14.000–22.000 € pro Monat. Pro Tag liegt ein Baukran bei 300–1.500 €, pro Woche bei 1.500–8.000 €, vermietet wird in der Praxis aber fast immer monatsweise.

KranklasseMonatsmieteTypischer Einsatz
Schnellbaukran (Untendreher)2.500–4.500 €Einfamilienhaus, Aufstockung, Sanierung
Standard-Obendreher4.000–7.500 €Mehrfamilienhaus, kleinere Gewerbebauten
Mittelklasse-Obendreher7.500–14.000 €Wohnanlagen, Gewerbebau
Großobendreher14.000–22.000 €Großprojekte, Hochbau
Riesenkranab 22.000 €Industrie- und Sonderprojekte

Quelle: eigene Marktrecherche über die gelisteten Kranvermieter. Stand: Juli 2026. Preise netto, ohne Kranführer.

Viele veröffentlichte Preislisten im Netz stammen aus den Jahren 2021 und 2022. Seitdem sind Transport- und Personalkosten deutlich gestiegen. Rechnen Sie bei älteren Angaben also mit einem Aufschlag.

Einen Überblick über alle Krantypen vom Minikran bis zum Raupenkran gibt der Ratgeber Was kostet ein Kran?

Untendreher oder Obendreher: der Preisunterschied in Euro

Ein Untendreher ist pro Monat etwa 1.500–3.000 € günstiger als ein vergleichbarer Obendreher, und der Abstand wächst bei den einmaligen Kosten weiter. Der Grund liegt in der Bauform: Ein Schnellbaukran (Untendreher) faltet sich selbst auf und braucht in der Regel kein Betonfundament, ein Obendreher wird dagegen mit einem Autokran in Einzelteilen montiert und steht auf einem eigens gegossenen Fundament.

KostenpunktUntendreher / SchnellbaukranObendreher
Monatsmiete2.500–4.500 €4.000–14.000 €
Montage und Demontageab rund 1.000 € (stellt sich selbst auf)3.000–8.000 € (Autokran nötig)
Fundamentmeist keines, Ballast auf Platten1.000–3.000 €
Statiknachweisoft im Mietpreis enthalten500–2.000 €
Typische Hakenhöhemeist bis ca. 30 m30 m und deutlich darüber

Quelle: eigene Marktrecherche über die gelisteten Kranvermieter. Stand: Juli 2026.

Für ein Einfamilienhaus ist der Obendreher fast immer überdimensioniert. Interessant wird er ab mehrgeschossigen Gebäuden, langen Bauzeiten und Lasten, die ein Selbstaufsteller an der Auslegerspitze nicht mehr hält.

Einmalige Kosten: Montage, Transport, Fundament

Die Monatsmiete ist nur ein Teil der Rechnung. Wer zum ersten Mal einen Baukran anfragt, unterschätzt meist die einmaligen Positionen:

KostenpunktRichtwertWovon er abhängt
An- und Abtransport500–2.000 €Entfernung zum Depot, Sondertransport bei Großgeräten
Montage und Demontage3.000–8.000 €Kranklasse, Autokran-Einsatz, Zugänglichkeit der Baustelle
Fundament (nur Obendreher)1.000–3.000 €Bodenverhältnisse, Krangröße
Statiknachweis500–2.000 €Standort, Untergrund, Auflagen
Genehmigung50–500 €Nur wenn öffentlicher Grund berührt wird

Quelle: eigene Marktrecherche über die gelisteten Kranvermieter. Stand: Juli 2026.

Die Montage eines Obendrehers ist ein eigener Autokran-Einsatz: Ein Mobilkran samt Crew stellt den Turm in Einzelteilen auf, genau die Maschinen, die ich bei Liebherr in Ehingen mitgebaut habe. Ein voller Krantag mit Personal erklärt, warum hier 3.000–8.000 € zusammenkommen.

Steht der Kran teilweise auf Gehweg oder Straße oder schwenkt er über Nachbargrundstücke, brauchen Sie eine Genehmigung. Was das kostet und wie lange die Ämter brauchen, steht im Ratgeber Kran aufstellen: Genehmigung.

Rechenbeispiel: Baukran für ein Einfamilienhaus

Was kostet ein Baukran für ein Einfamilienhaus insgesamt? Für einen typischen Rohbau über vier Monate mit einem Schnellbaukran ergibt sich diese Rechnung:

PositionKosten
Miete, 4 Monate à 2.500–4.500 €10.000–18.000 €
An- und Abtransport500–2.000 €
Montage und Demontage3.000–8.000 €
Fundamententfällt beim Schnellbaukran
Gesamt13.500–28.000 €

Quelle: eigene Marktrecherche über die gelisteten Kranvermieter. Stand: Juli 2026.

Kompakte Selbstaufsteller mit Pauschalpreisen für Aufbau und Transport liegen am unteren Rand der Spanne. Wird öffentlicher Grund berührt, kommen 50–500 € für die Genehmigung dazu. Der Kranführer ist hier nicht eingerechnet, denn auf den meisten privaten Baustellen bedient der Rohbauunternehmer den Kran mit eigenem Personal.

Das ist die Spanne für ein typisches Haus. Ihren konkreten Wert rechnet der Kostenrechner in zwei Minuten aus, mit Ihrer Last, Höhe und Bauzeit, und nennt passende Anbieter in Ihrer Region.

Laufende Kosten: Kranführer, Baustrom, Standzeiten

Ein Kranführer kostet 50–80 € pro Stunde, wenn der Vermieter ihn stellt. Bei vielen Hausbau-Projekten übernimmt stattdessen ein eingewiesener Mitarbeiter des Bauunternehmens die Bedienung. Wer den Kran selbst bedienen darf und welche Unterweisung nötig ist, klärt der Ratgeber Kran mieten ohne Führerschein.

Dazu kommen zwei Posten, die in kaum einer Preisliste stehen: der Baustrom und die Standzeiten. Ein Obendreher braucht einen Starkstromanschluss über den Baustromverteiler, dessen Miete und Verbrauch über das Bauvorhaben abgerechnet werden. Wer den Kran nach dem Rohbau wochenlang ungenutzt stehen lässt, zahlt die Monatsmiete weiter. Eine realistische Bauzeitplanung spart hier mehr als jede Preisverhandlung.

Mieten, kaufen oder doch Autokran?

Als Faustregel aus der Vermietungspraxis gilt: Ein Baukran lohnt sich ab etwa drei Monaten Bauzeit oder ab 15–20 einzelnen Hebeeinsätzen. Darunter ist ein Autokran die günstigere Wahl, er kostet 500–2.000 € pro Einsatztag inklusive Kranführer und ist am selben Tag wieder vom Hof. Die Preise nach Tonnage habe ich im Überblick Kran mieten: Preise zusammengestellt.

Ein Kauf rechnet sich fast nur für Bauunternehmen mit Dauerauslastung. Gebrauchte kleine Untendreher beginnen bei rund 20.000 €, dazu kommen Wartung, Prüfungen, Versicherung und Lagerfläche. Für ein einzelnes Bauprojekt bleibt die Miete die wirtschaftlichere Lösung.

Wovon der Preis wirklich abhängt

Die Spannen in den Tabellen sind breit, und das hat Gründe. Fünf Faktoren bestimmen den Endpreis:

  1. Hakenhöhe und Ausladung: Jeder Meter mehr kostet. Ein Kran mit 40 m Ausleger liegt eine Preisklasse über dem 30-m-Gerät.
  2. Tragkraft an der Spitze: Entscheidend ist nicht die maximale Tonnage am Turm, sondern was der Kran am Ende des Auslegers noch hält. Fertigteile und Dachstühle geben hier das Limit vor.
  3. Mietdauer: Je länger die Laufzeit, desto niedriger die Monatsrate. Bei Projekten über sechs Monate sind Nachlässe verhandelbar.
  4. Region und Verfügbarkeit: In Ballungsräumen mit vielen Anbietern sind die Preise beweglicher als auf dem Land, wo der nächste Vermieter 80 km entfernt sitzt.
  5. Nebenleistungen: Wartung, Prüfbuch, Versicherung und Notdienst sind mal enthalten, mal nicht. Vergleichen Sie Angebote immer inklusive aller Nebenkosten.

Wie präzise gute Anfragen formuliert sind, zeigt ein Beispiel von meiner Plattform: Für einen Mehrfamilienhaus-Neubau suchte ein Bauherr einen Kran, der bei 11 m Ausladung noch 4 t hält, geplante Standzeit fünf Monate. Diese zwei Angaben, Last an der Ausladung und Mietdauer, legen die Preisklasse praktisch fest.

Wie sich solche Faktoren in echten Angeboten niederschlagen, zeigt der Praxis-Ratgeber Kranpreise in der Praxis.

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Beschreiben Sie kurz Projekt, Hakenhöhe und Mietdauer (z. B. „Einfamilienhaus, Hakenhöhe 20 m, 4 Monate"), ich leite Ihre Anfrage an passende Kranbetriebe in Ihrer Region weiter, kostenlos und unverbindlich.

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Häufige Fragen: Baukran mieten

Was kostet ein Baukran pro Monat?
Ein Baukran kostet 2.500–25.000 € pro Monat, je nach Klasse. Ein Schnellbaukran für den Hausbau liegt bei 2.500–4.500 € pro Monat, ein Standard-Obendreher bei 4.000–7.500 € pro Monat. Große Obendreher für den Geschosswohnungsbau beginnen bei 7.500 € pro Monat.
Was kostet ein Baukran für ein Einfamilienhaus?
Für einen Rohbau über vier Monate zahlen Sie mit einem Schnellbaukran insgesamt 13.500–28.000 €. Darin enthalten sind Miete, Transport sowie Montage und Demontage. Ein Fundament entfällt bei dieser Bauform meist.
Was kostet die Montage eines Baukrans?
Montage und Demontage kosten zusammen 3.000–8.000 € für einen Obendreher, der mit Autokran aufgebaut wird. Schnellbaukrane stellen sich selbst auf, hier beginnen die Pauschalen bei rund 1.000 €.
Ist ein Untendreher günstiger als ein Obendreher?
Ja, in der Monatsmiete um 1.500–3.000 €. Zusätzlich spart der Untendreher das Betonfundament (1.000–3.000 €) und die aufwendige Montage per Autokran. Für Gebäude bis etwa 30 m Hakenhöhe ist er die wirtschaftlichere Wahl.
Kann man einen Baukran stundenweise mieten?
Stundenweise wird ein Baukran praktisch nie vermietet, üblich sind Wochen- und Monatsmieten. Für einzelne Hebeeinsätze ist ein Autokran für 500–2.000 € pro Einsatztag die passende Alternative.
Wer darf einen Baukran bedienen?
Auf der Baustelle bedient ihn ein unterwiesener Mitarbeiter mit Kranschein, häufig der Polier des Rohbauunternehmens. Stellt der Vermieter einen Kranführer, kostet das 50–80 € pro Stunde. Einen Pkw-Führerschein braucht die Bedienung nicht, der Kran fährt ja nicht auf der Straße.
Kann ein Baukran bei Sturm umkippen?
Moderne Turmdrehkrane sind für hohe Windlasten ausgelegt. Bei Sturm wird der Ausleger in Windfreistellung gebracht, er dreht sich dann frei wie eine Wetterfahne und bietet dem Wind keine Angriffsfläche. Die Windfreistellung gehört zur Einweisung durch den Vermieter.

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